TG verliert ersatzgeschwächt gegen Wetzgau

Die TG Ingersheim-Sersheim hat beim TV Wetzgau III die zweite Saisonpleite kassiert. Nach dem Heimerfolg in der Vorwoche unterlag die Riege von Betreuer Fred Bulling mit 231,05:239,05 Punkten. Die TG gewann zwei Geräte, dabei wäre durchaus mehr für das junge Team drin gewesen.

Bulling musste seine Aufstellung im Vergleich zum Derby-Sieg gegen das Turn Team MEP gleich auf mehreren Positionen umbauen: Youngster Maxi Otterbach war Skifahren, und Leistungsträger Pascal Würth nach seiner im Derby erlitten Knieverletzung nicht an allen Geräten einsatzbereit. Dafür wollte Bulling David Majer erstmals in dieser Saison einsetzen, ein Meldeproblem verhinderte dessen Einsatz. Nachdem sich Timo Kögele bei der Landung am Bodenabgang verletzte, musste Bulling im Wettkampf nochmals umstellen. „Von Anfang an war etwas Verwirrung drin. Kurzfristig fiel auch noch das parallel geplante Oberliga-Duell aus, deshalb starteten wir doch am Boden und nicht am Sprung“, erklärte Bulling. Neben Kögele stürzte auch Talent Henrik Neibig am Boden und weitere Unsicherheiten sorgten für einen 42,3:45,6-Rückstand zum Start. Das Pauschenpferd gewann die TG dann wie in der Vorwoche: Würth (10,1 Punkte) und auch der von seiner Weisheitszahn-OP genesene Paul Kretschmer (9,5) turnten stark und die TG verkürzte den Rückstand um 0,9 Punkte. Mit 40,1:39,15 Punkten gingen die Ringe an die Hausherren, Routinier Michael Grösch fehlte ein Teil in seiner Kür und auch der Ausfall von Kögele verhinderte weitere Gerätepunkte. Mit 3,35 Punkten war der Rückstand zu Pause dennoch überschaubar, denn Wetzgau war mit einigen Fehlern im ersten Saisonwettkampf noch nicht ganz ligabereit. Doch bis auf Jannis Noé (10,2) und Yannis Grau (10,1) hatten die anderen TG-Turner Landeprobleme am Sprung, Wetzgau vergrößerte den Abstand um weitere 3,15 Zähler. Der Barren ging dank einfachen und sauberen Übungen knapp an die TG: Noé (11,15), Grösch (10,7) und Kretschmer (10,4) punkteten zweistellig. Beim abschließenden Reckturnen setzten sich dann nochmals die Gastgeber mit 33,7:31,95 Punkten durch. „Insgesamt haben wir einfach nicht die Leistung der ersten beiden Wettkämpfe abrufen können“, bilanziert Bulling den Wettkampf und ergänzt: „Wir hätten durchaus mehr mitnehmen können. Wetzgau hat uns durchaus die Chance geboten, wir haben sie einfach nicht genutzt. In Bestbesetzung wäre ein Sieg definitiv möglich gewesen, immerhin sind es zwei Gerätepunkte.“ Ein Sonderlob verdiente sich noch Noé, der zum wiederholten Mal an seinen fünf Geräten ohne großen Fehler und mit wenig Abzug turnte. Die TG bleibt auf dem dritten Tabellenrang, der vierte und letzte Wettkampf dieser Saison ist allerdings erst am 2. April bei der KTV Hohenlohe III. Bis dahin hofft Bulling, dass die verletzten Turner wieder fit sind, möchte dort aber auch verstärkt den jungen Turnern Wettkampfpraxis geben.

Für die TG turnten: Jannis Noé (fünf Geräte), Paul Glaser, Yannis Grau (beide vier), Paul Kretschmer, Michael Grösch, Henrik Neibig, Pascal Würth (alle drei), Tim Henning Frederik Neubauer (beide zwei) und Timo Kögele (ein Gerät)